Gesetzesänderungen in der EU für mehr nachhaltige Tropenholznutzung

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Emmerich am Rhein fordern Gesetzesänderung in der EU-Holzhandelsverordnung.

Die EU-Holzhandelsverordnung „regelt die von den Marktteilnehmern anzuwendenden "Sorgfaltspflichten", die Aufgaben von Über-wachungsorganisationen und den zuständigen nationalen Behörden eines Mitgliedstaates. Marktteilnehmer, die Holz und Holzerzeugnisse erstmals auf dem Binnenmarkt in den Verkehr bringen, sind verpflichtet nachzuweisen, dass es sich um Holz und Holzerzeugnisse aus legalem Einschlag handelt. Dieser Nachweis ist durch die Einhaltung bestimmter Sorgfaltspflichten zu erbringen. Die "Sorgfaltspflichtregelung" beinhaltet unter anderem Informationen zur Art und Herkunft des Holzes, Fakten zum Lieferanten sowie Verfahren zur Einschätzung und Reduzierung des Risikos, dass das Holz aus illegalem Einschlag stammen könnte. Dem Marktteilnehmer steht es jedoch bisher frei, eine solche "Sorgfaltspflichtregelung" selbst zu erstellen oder zu diesem Zweck eine zugelassene Überwachungsorganisation zu beauftragen“ (Auszug aus Artikel 6 der VO (EU) Nr. 995/2010).
 
Daher fordern die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Emmerich am Rhein vom EU-Parlament eine Gesetzesänderung, die dafür sorgen wird, dass Händler, die Grillkohle aus Tropenländern importieren, gemäß der dann für Grillkohle ergänzte EU-Holzhandelsverordnung nachweisen müssen, dass aus dieses Holz zur Herstellung aus legalem Einschlag stammt. Die Verordnung für allgemeine Holzprodukte fordern die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Emmerich am Rhein rechtlich bindend auf Holzkohleprodukte auszuweiten - europaweit. Um dies zu erreichen, schrieben sie Briefe an die Politiker und erhielten u.a. Antwortbriefe von der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, und der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner. Da beide Antwortbriefe zwar sehr nett und anerkennend aber wenig zielfördernd formuliert worden waren, schrieben die Schüler an beide Adressatinnen folgenden Folgebrief:
 

GESAMTSCHULE EMMERICH